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Bremer Brauerei Beck & Co wird verkauft

July 19, 2001

Bremer Brauerei Beck & Co wird verkauft -

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Utl: Alle Gesellschafter einig

Bremen (AP) Die Bremer Traditionsbrauerei Beck & Co steht zum Verkauf. Neuer Eigentümer wird aller Voraussicht nach einer der großen internationalen Bierkonzerne. Die 67 Gesellschafter hatten den Weg für die Veräußerung frei gemacht, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dieter Ammer, am Donnerstag mitteilte. Die 3.700 Mitarbeiter brauchen sich nach seinen Angaben keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze zu machen.

Mit vier ausländischen Brauereien seien Vorgespräche geführt worden, erklärte Ammer. Das seien der größte Bierproduzenten der Welt, Anheuser-Busch aus den USA, die belgische Interbrew-Gruppe, die britische Scottish and Newcastle-Brauerei sowie das Unternehmen South African Breweries. Regelrechte Übernahmeverhandlungen gebe es aber noch nicht.

Der Partner werde so ausgewählt, dass die Marke Beck’s stark bleibe. Dass der Standort Bremen erhalten bleibt, liegt Ammer zufolge ebenfalls auf der Hand. Von jeher habe man damit geworben, dass Beck’s ein in Bremen nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes Bier sei. Stellenabbau stehe nicht zur Diskussion. 1.500 der 3.700 Beschäftigten arbeiten in Bremen.

Ammer wollte sich nicht dazu äußern, ob bereits ein Angebot auf dem Tisch liegt und welcher Kaufpreis den Gesellschaftern vorschwebt. Auch auf die Frage nach möglichen weiteren Interessenten lehnte er einen Kommentar ab. Gespräche mit deutschen Unternehmen machten keinen Sinn, sagte Ammer, weil es um das internationale Geschäft gehe. Mit einem international ausgerichteten Partner könne er sich auch eine Ausweitung der Produktion vorstellen, sagte Ammer. Nach Einschätzung von Branchenkennern dürfte Beck und Co. trotz der aktuell guten Ergebnisse langfristig allein international nicht erfolgreich sein und sei deshalb auf der Suche nach einem starken Partner.

Beck & Co. hat im Geschäftsjahr 1999/2000 ein Rekordergebnis hingelegt: Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 1,66 Milliarden Mark (850 Millionen Euro). Alleine die Marke Beck’s legte 6,7 Prozent zu. Die Hälfte der Beck’s-Produktion geht in den Export.

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) fürchtet trotz des geplanten Verkauf von Beck & Co. keinen Ausverkauf der deutschen Brauereien an ausländische Großunternehmen. Ein Sprecher des DBB sagte dem Saarländischen Rundfunk, bisher seien erst vier von 1.270 Brauerein in Deutschland in ausländischem Besitz. Das liege fast unter der 0,5 Promille-Grenze. Zudem werde ein auf dem Markt erfolgreich etabliertes Bier auch von einem neuen ausländischen Besitzer sicherlich nicht verändert.

Ende..

AP/str/ti,ma/bg/

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