Schweizer Rettungskräfte aus Indien zurückgekehrt

Utl: 50 Retter mit neun Hunden auf dem Flughafen Kloten

empfangen

Kloten (AP) Die Mitglieder der Rettungskette Schweiz sind von ihrem Einsatz im Erdbebengebiet in Indien zurück gekehrt. 50 Personen mit neun Suchhunden wurden am Donnerstagnachmittag von Angehörigen und Behördenmitglieder auf dem Flughafen Kloten empfangen. Die Helfer konnten acht Menschen bergen.

Der Auftrag sei erfüllt und abgeschlossen, sagte der Einsatzleiter des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH), Toni Frisch, nach der Ankunft der Rettungskräfte auf dem Flughafen Zürich-Kloten. Die Schweizer Rettungskräfte seien bereits 40 Stunden nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag im Katastrophengebiet im indischen Bundesstaat Gujarat angekommen. Drei Stunden später gelang laut Frisch die erste Rettung. Insgesamt gelang es den Helfer der Rettungskette Schweiz, acht Menschen lebend bergen. Wichtig sei aber auch die Bergung von Toten. Die Angehörigen der Opfer erhielten dadurch die Gewissheit, dass die vermissten Mitglieder ihrer Familien nicht unter den Trümmern leiden. Walter Fust, Direktor der Direktion Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), dankte den Mitgliedern der Rettungskräfte für den Einsatz. Immer wieder werde die Frage gestellt, was der Einsatz der Rettungskette angesichts von Zehntausenden von Toten bringe. Bei dieser Hilfe stelle sich die Frage nach Aufwand und Nutzen aber nicht, sagte er. Der Einsatz sei gelebte Solidarität und ein Stück Schweizer Präsenz. »Das ganze Land hat ihre Arbeit in Indien mitverfolgt«, sagte er. Nach der Rettungsphase gehe die Schweizer Hilfe in die Phase der humanitären Nothilfe und des Wiederaufbaus über. Dank sprach auch ein Vertreter der indischen Botschaft in der Schweiz aus. Divisionär Hugo Christen überbrachte die Grüsse und den Dank von Bundesrat Samuel Schmid, dem Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Ende

ap/se/x